Kultur.Service Bamberg für Schulen und Kitas

Spurensuche: Jüdisches Leben in Bamberg


Veranstalter: AGIL Bamberg
Kultursparte(n): Kultur / Geschichte / Politik / Museum
Bildungseinrichtung(en): Gymnasium
Jahrgangsstufe/Alter: für Jugendliche ab der 8. Klasse
Schulfach/Lehrplanbezug: Geschichte, Religion, Ethik, Sozialkunde
Lehrplanbezug:
8. und 9. Klasse: Begegnung mit dem jüdischen Glauben und der jüdischen Kultur
10. bis 12. Klasse: Neuere und neuste Geschichte; Entstehung und Wirkung von Feinbildern, Inklusion und Exklusion, Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen
Zielsetzung: Ziel ist es, geknüpft an Originalschauplätze die Geschichte und Kultur der jüdischen Gemeinde in Bamberg aufzuzeigen.
Die über tausendjährige Geschichte Bambergs ist eng mit dem Schicksal seiner jüdischen Bevölkerung verknüpft. Mit dieser Führung möchten wir Schülerinnen und Schülern die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Bamberg vor Augen führen.
Beschreibung:

Verschiedene Aspekte der vielschichtigen jüdischen Kultur und Geschichte werden den Schülerinnen und Schülern anhand von Stationen und Schauplätzen in Bamberg nähergebracht.

1. Pfahlplätzchen: Judenviertel in Bamberg
Jüdisches Alltagsleben im Mittelalter: Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gab es im Alltag von Jüdinnen und Juden einerseits und Christinnen und Christen andererseits?
Geschichtliche Entwicklung der Verfolgung von Jüdinnen und Juden: Wie ging man zu welchen Zeiten miteinander um?

2. Hellerstraße: Judenviertel mit spätmittelalterlicher Mikwe (Jüdisches Ritualbad)
Jüdische Kultur und jüdisches Leben anhand der sichtbaren – oder mittlerweile unsichtbaren – Bausubstanz.

3. Theatergassen: Jüdisches Leben vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert
Die Errichtung von zwei weiteren Synagogen zeugt vom Erblühen der jüdischen Gemeinde.

4. Schönleinsplatz: Kulturelle und gesellschaftliche Blütezeit der israelitischen Kultusgemeinde
Geschichte der Jüdinnen und Juden in den letzten hundert Jahren. Rechtliche Gleichstellung und wirtschaftlicher Wohlstand einiger jüdischer Familien.

5. Willy-Lessing-Straße: Stolpersteine (Erinnerungskultur)
Ereignisse der Reichspogromnacht, Beschränkungen der Rechte ab 1935, Zerstörung der Synagoge von 1910. Schicksal der Bamberger Jüdinnen und Juden im 3. Reich. Wie wird heute mit Erinnerung umgegangen? Schülerinnen und Schüler können hier eigene Erfahrungen und Ansichten einbringen.

6. Willy-Lessing-Straße: Synagoge
Der Wiederaufbau der israelitischen Kultusgemeinde nach 1945. Welche Elemente jüdischer Kultur treten oft unbewusst in unserem Alltag auf (z. B. jiddische Sprachrelikte)?

Projektformen: Stadtführung
Projektzeit: ganzjährig, 8 bis 18 Uhr
Projektort: Bamberg
Kosten: 45 € pro Schulklasse
Beteiligte: Schulklasse mit Lehrkraft und eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter von AGIL
Weitere Informationen: Prospekte sind im Büro erhältlich und können auch zugesandt werden. Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.agil-bamberg.de
Kontakt:

AGIL – Büro für angewandte Archäologie
Ansprechpartner: Dr. Jost Lohmann
Dipl.-Päd. Simone Famulla

Schranne 4 c
96049 Bamberg

Telefon: 0951 5190389
Fax: 0951 5190398
E-Mail: agilbamberg@web.de
Internet: www.agil-bamberg.de


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