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2. C.C. BUCHNER-PREIS 2009


Der Kultur- und Schulservice Bamberg (KS:BAM) und der C.C. Buchners Verlag verliehen Preise an die besten kulturpädagogischen Zusammenschlüsse

Musikalische, literarische und künstlerische Kooperationen bildeten den Höhepunkt des 2. Kulturpädagogischen Tages am 21. März in der Konzert- und Kongresshalle. Um 18 Uhr wurde im Hegelsaal der 2. C.C. Buchner-Preis an die beste Zusammenarbeit zwischen Kulturschaffenden und Schulen verliehen. Das Rennen um die begehrten vorderen Plätze machten zwei Literaturprojekte. Durch den Abend führten Schüler eines Workshops des E.T.A.-Hoffmann-Theaters.

Gespannte Stille lag über dem Hegelsaal, als die Schüler verschiedener Bamberger Gymnasien die Bühne betraten. Der Bann war schnell gebrochen, sobald die sieben jungen Damen und Herren die Zuschauer mit einer heiteren Ansprache begrüßten. Im Vorfeld der 2. C.C. Buchner-Preisverleihung wurden die Schüler in einem zweitägigen Workshop auf die Moderation des Abends vorbereitet. Anja Simon, die Pädagogin des E.T.A.-Hoffmann-Theaters, schulte die kreativen Köpfe aus der Oberstufe in unterhaltsamer Moderation. Im Rahmen derer stellten die Schüler die Bewerbungen um den C.C. Buchner-Preis vor.

Eine Jury bestehend aus der Schulamtsdirektorin Gisela Bauernschmitt, der Figurenspielerin Peggy Hoffmann und dem Dipl.-Sozialarbeiter Wolfgang Budde hatte im Vorfeld die schwierige Aufgabe aus den zehn Einsendungen die Gewinner zu bestimmen.

Nachdem Bürgermeister Werner Hipelius und der Verleger des C.C. Buchners Verlages, Gunnar Grünke die interessierten Zuhörer begrüßt hatten, machte die Musicaleigenproduktion „Der Tag, an dem es ‚Flupp’ machte“ den Anfang der Projektvorstellungen. Die Zusammenarbeit zwischen der Caritas Fachakademie für Sozialpädagogik Bamberg und der Kostüm- und Bühnenbildnerin Nikola Voit sowie weitere neun Zusammenschlüsse wurden von den jungen Moderatoren anschaulich vorgestellt. Besonderes Lob für die innovativen Ideen der Bewerber kam auch vom stellvertretenden Landrat Johann Pfister.

Das außerordentliche Engagement der „Lesefüchse“, eine Kooperation zwischen Grundschülern der Kunigundenschule und der Zweigstelle Kunigund der Stadtbücherei, wurde von der Jury mit einem Sonderpreis bedacht. Die Leiterin der Zweigstelle, Monika Cobb und die Klassenlehrerin Monika Frötschl bildeten die kleinen Lesefans zu Vorlesern für Kindergärten aus. Die Spannung steigerte sich, als die Bekanntgabe des 2. Platzes bevorstand. „Gezeiten im Sand“, ein Buchprojekt des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums mit der Denk-Mal-Stiftung und dem Fotodesigner Gerhard Hagen, skizziert Geschichten aus dem Bamberger Sandgebiet. Für dieses Engagement erhielten die am Projekt Beteiligten den 2. Platz, der mit einem Preisgeld von 500 Euro dotiert war.

Peggy Hoffmann betonte, dass der Jury die Entscheidung für einen Gewinner ganz und gar nicht leicht fiel. Dennoch überzeugte eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Literatur ganz besonders: Die Kooperation zwischen der Grund- und Hauptschule Altenburgblick und der Gemeindebücherei Stegaurach unter der engagierten Leitung von Cornelia Kempgen wurde wegen seiner großen Nachhaltigkeit in den höchsten Tönen gelobt. Das Interesse von Kindern an Büchern zu wecken und die Lesefreude zu fördern, in einem solch großem Ausmaß, stand im Vordergrund und war somit das beste Argumente für den mit 2000 Euro dotierten 1. Platz:

"Umfassender und nachhaltiger als die Pfarr- und Gemeindebücherei Stegaurach als Kulturschaffender und die VS Stegaurach als Bildungseinrichtung kann man Leseförderung nicht betreiben - und Lesen wiederum stellt eine der wichtigsten Quellen der Begegnung mit Kultur dar. In dem vorgestellten Projekt werden die Kinder ohne großes Aufhebens und mit ihnen alltäglich vertrauten Mitteln so intensiv in die Welt der durch Sprache geborenen Phantasie entführt, dass sie Kultur als normale Form des Alltagslebens betrachten müssen. Die Selbstverständlichkeit, die dem Projekt innezuwohnen scheint, wird durch jährlich 3500 unentgeltliche Arbeitsstunden auf eine realistische Basis gestellt. In dieser Arbeitszeit werden Vorlesestunden, Autorenbegegnungen und Theatervorstellungen sowie Aktionen, z. B. Kino für die Ohren bei Lagerfeuer und Stockbrot, verwirklicht. Von Erstklässlern bis zu Erwachsenen werden Leser wie Nichtleser in die Kulturarbeit einbezogen. Beeindruckend sind neben der Fülle des Projekts seine Nachhaltigkeit, seine Unbekümmertheit und seine Orientierung an der Gesamtkommune - kurzum: ein Projekt, das im Alltag und für den Alltag stattfindet."

EIN HERZLICHES DANKESCHÖN AN GUNNAR GRÜNKE UND DEM C.C. BUCHNERS VERLAG OHNE DESSEN ENGAGEMENT DIESER PREIS NICHT HÄTTE VERGEBEN WERDEN KÖNNEN!!
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KS:BAM - ein Projekt von Stadt und Landkreis Bamberg mit freundlicher Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Bamberg