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Forum kulturelle Bildung für Kindergärten
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Ein historisches Bügeleisen, Fadenmarionetten, Geigen, Recyclingpapier, Malbücher, ein Vogel, bunte Filzbilder, Kinderbücher und ein Lehmofen waren unter den Ausstellungsstücken im Haus für Kinder und Kultur. Was aber steckte hinter dieser Aktion? Das Forum kulturelle Bildung vom Kultur- und Schulservice hatte am vergangenen Montag zu einem Diskussionsnachmittag geladen und stellte einige Kooperationspartner in ihrer Vielfalt vor. Bevor es ans Diskutieren ging, konnten sich Interessierte bei einer kleinen Projektausstellung über aktuelle Projektangebote für den Kindergarten informieren.
Erzieherinnen und Erzieher konnten am Montag, 6. Juli, Einblicke in die Welt der Musik, des Filzens, des Theaterspielens und der Geschichte gewinnen. Aber auch Umweltbildung und Naturerfahrungen sowie Leseprojekte wurden an zahlreichen Ausstellungsständen vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass kulturelle Bildung ein weites Feld mit vielen Möglichkeiten ist und keinesfalls vor Kindergärten und –tagesstätten Halt machen sollte.
Das Diskussionsforum im Anschluss schloss nahtlos an das Thema kulturelle Bildung für die Kleinsten an. Nach der Vorstellung des Kindergartenprojektes „In und um St. Martin“ durch Dr. Sandra Schlicht von der Schutzgemeinschaft Alt Bamberg e.V. wurde die Gesprächsrunde eröffnet. „Lernen durch Erleben“, „Energien freisetzen“, „Strahlende Kinderaugen“, „Fürchten als geführten Prozess“, „mucksmäuschenstill“ und „einen Impuls von außen geben“ lauteten die Worte, die kulturpädagogische Erlebnisse im Kindergarten treffend beschreiben. Die Kinder werden aktiv, können selbst mitgestalten und einen eigenen Lebensentwurf entwickeln. Gerade aus diesen Gründen ist kulturelle Bildung auch in den Kindergärten ein wichtiges Gut, um damit möglichst vielen Kindern ihren Zugang zu ermöglichen. Kulturelle Bildung prägt Kinder, verändert sie und stärkt ihre Persönlichkeit. Darin waren sich alle Beteiligten einig. Doch die Probleme liegen in der Umsetzung und hier besonders in den finanziellen Möglichkeiten. Da die Einrichtungen keinen Etat für kulturpädagogische Projekte besitzen, sind sie auf Hilfe von außen angewiesen. Kultur muss bezahlt werden, und ist es auch wert bezahlt zu werden. Die Stadt und der Landkreis Bamberg haben vor zweieinhalb Jahren den ersten Schritt getan, indem sie den Kultur- und Schulservice ins Leben riefen. Hier können Schulen und Kindergärten Gelder für Kooperationsprojekte abrufen. Die Kindergärten allerdings sind jetzt zusätzlich auf der Suche nach Sponsoren für kulturpädagogische Projekte in ihrer Einrichtung.
Auf die Frage von Moderator und Theaterpädagoge Dirk Bayer, ob dieses Forum wiederholt werden solle, gab es eine einhellige Zustimmung. Das Forum sei ein hervorragender Ort sich auszutauschen, alte Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen.
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